13. März 2026
20. April 2026
Versorgungsengpässe gehören weiterhin zu den grossen Herausforderungen im Gesundheitswesen – in der Schweiz wie weltweit. Seit mehreren Jahren spitzt sich die Lage insbesondere bei essenziellen Arzneimitteln zu. Ursachen wie fehlende Rohstoffe, angespannte globale Lieferketten oder geopolitische Spannungen beeinflussen die kontinuierliche Versorgungssicherheit der Bevölkerung.
Daher arbeitet Galexis gemeinsam mit ihren Partnern daran, die nationalen Sicherheitsbestände zentraler Medikamente zu erhöhen und so Therapieunterbrüche möglichst zu vermeiden. Die erzielten Resultate bestätigen den Ansatz: Bei Lieferengpässen konnten Produkte mit erhöhtem Sicherheitsbestand im Durchschnitt über fünfmal länger ausgeliefert werden als reguläre Lagerartikel. Nun geht Galexis den nächsten Schritt und erweitert das Engagement um einen neuen Partner: UPSA, Hersteller der bekannten Schmerzmittelmarke DAFALGAN®.
UPSA: Ein traditionsreicher Hersteller mit starkem OTC-Portfolio
UPSA zählt zu den bedeutenden Produzenten von Selbstmedikationsprodukten in Europa und ist in der Schweiz insbesondere durch die Marke DAFALGAN® bekannt. Das Unternehmen wurde 1935 im südfranzösischen Agen gegründet und gehört heute zum japanischen Gesundheitsunternehmen Taisho Pharmaceutical. Mit zwei grossen Produktionsstandorten in Agen und einer Jahresproduktion von rund 370 Millionen Medikamentenpackungen ist UPSA ein zentraler Player im europäischen OTC‑Markt. Exportiert wird in über 80 Länder weltweit. Das Portfolio umfasst insbesondere Schmerzmittel wie DAFALGAN®, Produkte für Vitalität und Energie, Schlaf- und Beruhigungspräparate sowie Verdauungs- und HNO‑Mittel. UPSA setzt konsequent auf eine lokale, «Made in France»-Produktion.
Warum UPSA ein idealer Partner ist
Engpässe betreffen längst nicht mehr nur verschreibungspflichtige Medikamente, sondern zunehmend auch OTC‑Produkte. Gerade diese sind für die Erstversorgung und für chronische oder wiederkehrende Beschwerden relevant – dazu zählen auch etablierte Schmerzmittelmarken wie DAFALGAN® von UPSA. «Stabile Lieferketten und eine sichere Versorgung sind uns ein grosses Anliegen», erklärt Patrick Leimgruber, General Manager Switzerland bei UPSA. «Dank unserem Bekenntnis zu „Made in France“ – 99 % der Medikamente werden vor Ort produziert – sind wir weniger anfällig für Lücken in der globalen Lieferkette. Weniger heisst aber nicht, dass wir überhaupt nicht betroffen wären.»
Deshalb baut Galexis gemeinsam mit UPSA zusätzliche Sicherheitslager auf – auch für stark nachgefragte Produkte wie DAFALGAN®. Die Zielsetzung bleibt klar: Therapie- und Behandlungsunterbrüche vermeiden, Apothekerinnen und Apothekern Planungssicherheit geben und die Grundversorgung in der Schweiz bestmöglich absichern.
«Auch für Galexis ist dies ein wichtiger Meilenstein», ergänzt Delia Grossenbacher. Sie ist als Strategic Buyer Pharma für die Zusammenarbeit mit UPSA zuständig. «Die Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit insbesondere von wichtigen und stark nachgefragten OTC-Arzneimitteln ist ein wichtiges Argument für unsere Kunden, schliesslich hängt die Gesundheit ihrer Patientinnen und Patienten davon ab. Für uns ist es zentral eine nachhaltige Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Dafür ist die Erweiterung der Sicherheitsbestände wichtiger Medikamente von UPSA ein grosser Erfolg.»
Politische und strukturelle Herausforderungen bleiben bestehen
Solche Einzelinitiativen leisten einen wichtigen Beitrag, können aber die strukturellen Herausforderungen im Markt nicht allein lösen. Es braucht politische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Anreizmodelle, die die Verfügbarkeit auch von weniger margenstarken, aber unverzichtbaren Medikamenten sichern.
Galexis setzt sich weiter dafür ein, gemeinsam mit Herstellern, Behörden und Systempartnern Lösungen zu entwickeln, die langfristig wirken.