Mitarbeiter SAP

«Ich bin überzeugt, dass wir gut vorbereitet sind»

21. April 2026

Wenn Systeme wechseln, bleibt der Betrieb nicht stehen – und genau das ist die Herausforderung.

Christoph Bösiger begleitet als Projektleiter Supply Chain Management (SCM) die SAP-Einführung bei Galexis und stellt sicher, dass zentrale Logistikprozesse im Hintergrund sauber zusammenspielen. Im Interview spricht er darüber, wie er arbeitet, was ihn motiviert und was es braucht, damit die Umstellung gelingt.

Christoph, die SAP-Einführung bei Galexis ist ein komplexes, anspruchsvolles Unterfangen. Wie blickst du auf die bevorstehende SAP-Einführung in Niederbipp Ende August?

Ich bin überzeugt, dass wir gut vorbereitet sind. Das Projekt hat einen sehr hohen Stellenwert, viele gute Leute aus praktisch allen Abteilungen sind involviert. Wir haben einen Plan und führen umfassende Systemtests durch, um alle Prozesse und die Performance des Systems zu prüfen. Die Erfahrungen, die wir letztes Jahr am Standort Lausanne-Ecublens sammeln durften, helfen uns ebenfalls bei der Vorbereitung auf die Systemumstellung in Niederbipp.

Du arbeitest als Projektleiter SCM (Supply Chain Management) bei Galexis. Welche Rolle übernimmst du bei der SAP-Einführung?

Ich bin Teilprojektleiter im Bereich Transportmanagement. Konkret umfasst das die Prozesse im Bereich Versandvorbereitung sowie Transport und Distribution. Ein Beispiel dafür sind die Scanner, mit denen die Chauffeure in der Westschweiz bereits arbeiten und die in Zukunft auch in Niederbipp verwendet werden. Beim Verladen in das Lieferfahrzeug und beim Abladen beim Kunden werden die Kisten vom Chauffeur gescannt und registriert. So schaffen wir noch mehr Transparenz, eine bessere Rückverfolgbarkeit und somit auch eine noch höhere Lieferqualität. Damit es funktioniert, müssen im Hintergrund viele Prozesse koordiniert und umgesetzt werden. Beispielsweise wurde für die Scanner eine App programmiert, ausserdem müssen die Daten schnell, korrekt und zuverlässig zwischen den Systemen fliessen. Und das ist nur ein kleiner Teil der gesamten Systemumstellung.

Was machst du als Teilprojektleiter konkret? Wie sieht deine tägliche Arbeit aus?

Meine Aufgabe als Teilprojektleiter ist es, sicherzustellen, dass die Prozesse, für die ich verantwortlich bin, korrekt umgesetzt werden. Das heisst: Wurden alle Systemanforderungen umgesetzt, stimmt die Qualität und sind wir im Zeitplan.
Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Führung und Einsatzplanung der Projektmitarbeitenden sowie die Schulung der Key User.

Was sind Key User?

Key User sind Mitarbeitende aus den verschiedenen Abteilungen, die vertieft auf das neue System geschult werden und ihr Wissen anschliessend an die übrigen Mitarbeitenden weitergeben. Die Key User sind eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Projekt und dem Betrieb, da sie mit beiden Seiten in Berührung stehen. Sie führen Tests durch, sind die erste Ansprechperson für Anwendungsfragen aus den unterschiedlichen Teams und stehen gleichzeitig mit uns in Kontakt, wenn Probleme oder Fehler auftreten.

Die Systemumstellung ist ein anspruchsvolles, komplexes Projekt, welches viel Energie und Konzentration benötigt. Wenn deine Batterien mal leer sind: Wie und wo tankst du Energie?

Ganz klar bei meiner Familie und bei meinen Hobbys. Häufig überschneiden sich die beiden Bereiche auch. Im Sommer findet man mich auf dem Fussballplatz. Dort habe ich den Wiedereinstieg als Juniorentrainer der Mannschaft meines Sohnes gefunden. Mittlerweile spiele ich auch selbst wieder. Auch sonst sind wir als Familie viel draussen unterwegs und fahren mit dem Camper in die Natur und in die Berge. Im Winter trifft man mich auf jeden Fall auf der Skipiste an. Natur und Bewegung sind einfach ein guter Ausgleich zu meiner Arbeit.

Welche Werte sind dir für eine gute Zusammenarbeit im Projekt besonders wichtig?

Das sind ganz klar Zuverlässigkeit, Transparenz und Verantwortung zu übernehmen.

Du arbeitest nun seit rund acht Jahren bei Galexis. Wie hat dich das Unternehmen in dieser Zeit geprägt?

In acht Jahren erlebt man natürlich so einiges. Mit der Zeit sammelt sich viel Wissen an und die Verantwortung nimmt zu. Vor allem, wenn man wie ich fast von Anfang an bei einem grossen Projekt wie dieser Systemumstellung dabei ist. Meine Rolle ermöglicht mir vielfältige Einblicke in verschiedene Abteilungen, und ich durfte viele spannende Personen kennenlernen. Das schätze ich sehr.

Mich beeindruckt auch immer wieder, was alles möglich ist, wenn man gemeinsam an einem Projekt arbeitet. Als ich bei Galexis angefangen habe, dachte ich: Wie soll das eigentlich gehen? Mittlerweile habe ich erlebt, dass man mit einem gemeinsamen Ziel und gemeinsamen Werten sehr viel erreichen kann.

Christoph Bösiger
Christoph Bösiger

Und umgekehrt: Wie hast du Galexis in dieser Zeit geprägt?

((Lacht)) Ich glaube, das müssen andere beurteilen.
Am Ende bin ich überzeugt, dass jeder Einzelne das grosse Ganze ein wenig mitgestaltet und bewegt. Persönlich versuche ich einfach jeden Tag, meine Werte zu leben und meine Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.

Welcher Moment im Projekt ist dir bisher besonders präsent?

Das ist eine schwierige Frage, da gibt es einige. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Moment, als wir die Tourenstammdaten vom alten System ins neue System migriert haben. Zusammen mit den Key Usern und Projektmitarbeitenden haben wir uns ein Wochenende lang abgeschottet, um die letzten Aufgaben und Tests durchzuführen und diesen Teilschritt erfolgreich abzuschliessen. Das war zwar fordernd und anstrengend, aber wir hatten eine gute Stimmung, viel Pizza zur Stärkung und der Aufwand hat sich gelohnt: Am Montag konnte dann mit dem neuen System gearbeitet werden und seither läuft dieser Prozess im neuen System. Solche Erfolgserlebnisse motivieren zusätzlich für die weiteren Projektabschnitte.

Vom 28. August bis 01. September 2026 erfolgt die letzte Etappe der Systemumstellung. Dann wird das Distributionszentrum in Niederbipp auf das neue System umgestellt. Was bedeutet dieses Wochenende für dich?

Das ist schon ein grosser Moment. Für mich persönlich bedeutet das den Abschluss des grössten und komplexesten Projekts, an dem ich in meiner bisherigen Laufbahn gearbeitet habe.

Welchen Nutzen bringt die SAP-Einführung den Kundinnen und Kunden von Galexis langfristig?

Für die Kundinnen und Kunden bedeutet die Systemumstellung vor allem stabilere Abläufe, eine höhere Liefersicherheit sowie mehr Transparenz bei Verfügbarkeiten und Bestellungen.

Christoph, vielen Dank für deine Zeit und die spannenden Einblicke.

Alle wichtigen Informationen und die aktuellen Termine zur SAP-Einführung bei Galexis finden Sie im Kundenportal unter www.e-galexis.com/systemumstellung. Informieren Sie sich frühzeitig über Einschränkungen und welche Massnahmen Sie treffen können, um sich vorzubereiten.

Diese Artikel könnten Sie interessieren